Vandalismus an historischem BOB-Wagen A182

In den vergangenen zwei Wochen wurde unser historischer Personenwagen BOB A182, der in der Abstellgruppe BOB am Bahnhof Interlaken Ost abgestellt ist, Opfer massiver Vandalismusakte.

Unbekannte haben mehrere Fensterscheiben eingeschlagen, Sitzpolster im Innenraum zerstört und das Fahrzeug in weiten Teilen mutwillig beschädigt. Der betroffene Wagen ist ein bedeutendes Stück Schweizer Bahngeschichte und steht in Obhut unseres Vereins, der sich mit grossem Engagement dem Erhalt von Meterspurfahrzeugen widmet.

Hoher Schaden am Kulturgut

Die verursachten Schäden belaufen sich auf einen Betrag von mehreren zehntausend Franken. Während Graffiti auf der Aussenhülle in naher Zukunft durch eine geplante Neulackierung beseitigt worden wäre, sind die Zerstörung der Originalscheiben und Polster besonders schwerwiegend – teils nicht oder nur mit enormem Aufwand zu ersetzen.

Die Kantonspolizei Bern war rasch vor Ort, hat eine Anzeige aufgenommen und die Spurensicherung im und um den Wagen durchgeführt. Trotzdem sind wir nun auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu können.

CHF 500.– Belohnung für den entscheidenden Hinweis

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung der Täterschaft führen, setzt der Verein eine Belohnung von CHF 500.– aus.
Hinweise werden entgegengenommen:

Unbefugte im Gleisbereich – bitte sofort melden

In den letzten Tagen wurden zudem mehrfach unbefugte Personen im Gleisbereich beobachtet. Wir bitten alle, die so etwas sehen, umgehende Meldung an die Polizei zu machen.
Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und stellt zudem ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Bahnbetrieb und historische Fahrzeuge dar.

Der Schaden ist erheblich: Der Sachschaden beläuft sich insgesamt inkl. Aussenlackierung auf rund CHF 60’000.–.
Während die bereits vorhandenen Graffiti im Zuge einer geplanten Neulackierung ohnehin entfernt worden wären, sind diese neuen Beschädigungen weit gravierender. Originalteile wie Scheiben und Polster sind nur schwer oder gar nicht mehr zu ersetzen. Für unseren Verein, der sich mit viel Herzblut dem Erhalt von historischem Rollmaterial widmet, ist dies ein schwerer Rückschlag.


Wir sind tief betroffen über diesen sinnlosen Akt der Zerstörung, der nicht nur Sachwerte vernichtet, sondern das ehrenamtliche Engagement vieler Freiwilliger missachtet. Trotzdem geben wir nicht auf – und setzen weiterhin alles daran, unsere rollenden Zeitzeugen zu bewahren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung – und für jeden Hinweis, der zur Klärung des Falls beitragen kann.

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