Auf dem Remisengelände in Alpnachstad konnte am 26. Juli 2025 ein weiterer Abschnitt der geplanten Umstrukturierung realisiert werden. Was für die meisten Beobachter von aussen lediglich ein ausrangierter LKW-Anhänger war, diente dem Verein über Jahre als klimageschütztes Lager für Fahrmotoren – genauer gesagt Ersatzmotoren für die eigenen elektrischen Triebfahrzeuge. Jeder Motor wiegt rund drei Tonnen und ist äusserst wertvoll, da es keine Ersatzteile mehr für die historischen Lokomotiven zu kaufen gibt. Insbesondere die HGe 4/4 I ist als Unikat zu bewerten, da es lediglich zwei Exemplare dieses Typs gab – mehr wurden nicht gebaut. Durch die Verschrottung der Lok HGe 4/4 I mit Betriebsnummer 1991 konnten viele Ersatzteile für die Schwesterlok gewonnen werden. Diese gilt es nun entsprechend zu lagern, für den Fall, dass jemals Teile benötigt werden.
Die Lok HGe 4/4 I 1992 ist derzeit ein Sorgenkind des Vereins, denn eine grössere Revision steht an, die vorgängig finanziert werden muss. Die Bandagen der Triebachsen müssen erneuert werden, was einen erheblichen Aufwand und einen vorübergehenden Ausfall der Lok zur Folge haben wird.
Der Arbeitsaufwand auf dem Gelände in Alpnachstad hat sich gelohnt: Der LKW-Anhänger wurde komplett entladen und das Material neu gelagert. Das Strassenfahrzeug wurde fachgerecht entsorgt. Der nun entstandene Platz wird dringend benötigt. Einerseits ermöglicht an dieser Stelle eine provisorische Zufahrt die Anlieferung des BOB A 182, ohne dass ein kostspieliger Kraneinsatz nötig wird. Andererseits wird die Fläche in absehbarer Zukunft als Stellfläche für zwei Museumsfahrzeuge dienen.



